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Fakten & Fabeln zur Ernährung

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Was ist eine gute Ernährung für einen Papagei? Ehrlich, natürlich und fundiert.

Das ist vielleicht die am häufigsten gestellte Frage: Was ist wirklich gesund für einen Papagei? Die Meinungen gehen auseinander, und Ratschläge gibt es überall … vor allem online und in Zoohandlungen. Man möchte es richtig machen, aber was genau ist „gut“?

Was ist wirklich gesund?

Viele Papageienhalter sind von all den Ratschlägen überfordert. Mal liest man, dass Obst am besten ist, mal schwören die Leute auf Pellets oder bunte Stücke. Aber Sie wissen ja: Papageien sind keine gewöhnlichen Haustiere, und ihre Ernährung erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit.

Wie ernährt sich ein Papagei in freier Wildbahn?

In freier Wildbahn fressen Papageien alles andere als dasselbe. Jeden Tag suchen sie nach Samen, Nüssen, Beeren, Blüten, jungen Blättern und gelegentlich auch nach Früchten oder Insekten. Keine zwei Ernährungsweisen sind gleich. Wenn sie etwas leicht Giftiges fressen, wissen sie bereits, wohin sie zur Entgiftung gehen müssen.

Denken Sie nur an die wunderschönen Fotos der Tonsteine ... ja, sie fressen sie, weil die Blume so lecker war. In Gefangenschaft haben sie diese Möglichkeit nicht, und wir müssen besonders wachsam sein.

Glücklicherweise wurde all dies für Sie recherchiert!

Was sagen die Wissenschaft (und sogar Pellethersteller) dazu?

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass diese Vielfalt ein gesundes Mikrobiom, ein starkes Immunsystem und glückliche, aktive Vögel fördert (Brightsmith, 2017) (Meehan et al., 2004).

Viele Menschen halten Pellets für das perfekte Alleinfuttermittel. Aber selbst große Pellethersteller wie Lafeber sind sich darüber im Klaren. In ihrem Nachschlagewerk für Tierärzte heißt es wörtlich:

„Auch Vögeln, die ausschließlich mit Pellets gefüttert werden, sollten Abwechslung und Futtermöglichkeiten geboten werden, um Langeweile und Verhaltensproblemen vorzubeugen.“ (LafeberVet, Grundlegender Ansatz zur Vogelfütterung, 2021)

Und außerdem:

„Das ausschließliche Anbieten von Pellets berücksichtigt nicht die Verhaltensbedürfnisse von Papageien, wie Futtersuche und Problemlösung.“

(LafeberVet, Verhaltensaspekte der Papageienernährung, 2022)

Kurz gesagt: Selbst Pellethersteller erkennen an: Echte Abwechslung und natürliche Futtersuche sind für das Wohlbefinden Ihres Papageis unerlässlich.

Dies zeigt deutlich, dass es kein Standardfutter oder Pellets gibt.

Pellets und Trockenfutter sind zwar praktisch, berücksichtigen aber nicht das natürliche Fress- und Futtersuchverhalten von Papageien. Sie enthalten oft künstliche Zusatzstoffe, Bindemittel, Duftstoffe und manchmal Farbstoffe, die Krankheiten verursachen können. Es besteht die Gefahr, dass Vögel aus Langeweile weiterfressen, was zu Verhaltensproblemen und Übergewicht führen kann. Gerade das Futtersuchen, Probieren, Schälen und Auswählen hält Papageien körperlich und geistig gesund.

Was macht also eine gute Ernährung aus? Die Natur als Ausgangspunkt:

Samen und Nüsse (ungeröstet, ungesalzen, am besten mit Schale); Gemüse wie Paprika, Karotten, Brokkoli, Rote Bete, Zucchini, Kürbis; Beeren und Obst in kleinen Portionen (Heidelbeeren, Erdbeeren, Mango, Birnen, entkernte Äpfel); Blätter, Blüten und Kräuter (Löwenzahn, Weidenzweig, Kamille); gelegentlich Sprossen oder gekeimte Samen, sofern sie hygienisch zubereitet sind; die darauf basierenden Mischungen von GreenParrotShop.

Achten Sie auf Abwechslung:

Variieren Sie das Futter täglich und saisonal. Das hält Ihren Papagei neugierig und gesund. Was Ihr Papagei heute nicht frisst, kann nächsten Monat plötzlich sein Lieblingsfutter sein (weil er genau dieses Produkt braucht).

Es muss nicht kompliziert sein. Beobachten Sie Ihren Vogel: Frisst er mit Genuss und ist sein Kot gesund? Dann sind Sie in guten Händen. Variieren Sie das Futter, probieren Sie neue Gemüsesorten aus und scheuen Sie sich nicht, mit dem zu experimentieren, was die Natur zu bieten hat. Und die Moral von der Geschichte: Wenn selbst Pellethersteller empfehlen, immer natürliche Abwechslung und Futtermöglichkeiten anzubieten, dann ist die Schlussfolgerung meiner Meinung nach ganz einfach.

Wissenschaftliche Quellen

Brightsmith, D.J. (2017). Ernährung und Fütterung von Papageien. In: Parrots of the Wild. University of California Press. Meehan, C.L. et al. (2004). Umweltanreicherung und Ernährungsvielfalt steigern Aktivität und Futtersuchverhalten bei in Gefangenschaft gehaltenen Papageien. Angewandte Verhaltensforschung. LafeberVet, Grundlegende Ansätze zur Vogelfütterung, 2021. LafeberVet, Verhaltensaspekte der Papageienernährung, 2022.

Malenthe

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